Das Kuratorium des MFI traf sich am unter Vorsitz von Christian Ude

Das „Münchner Forum für Islam“ um den Penzberger Imam Benjamin Idriz hat mit dem vorläufigen Scheitern seines Moschee-Projektes zwar eine schwere Enttäuschung, aber ansonsten auch ein äußerst erfolgreiches Jahr hinter sich und kann jetzt weitere Aufgaben anpacken. So fasste der Vorsitzende des Kuratoriums, Münchens Altoberbürgermeister Christian Ude, die aktuelle Situation des Forums nach der jüngsten Kuratoriumssitzung zusammen. „Diese Initiative ist wichtiger denn je, denn die gesamte demokratische Öffentlichkeit setzt große Hoffnungen auf einen Islam, der zu den Rechten und Pflichten des Grundgesetzes steht, die Gleichberechtigung der Frau befürwortet, den Missbrauch der Religion durch Straftaten in ihrem Namen klar verurteilt, den Dialog mit anderen Religionen und die Integration fördert“. Imam Idriz hatte zuvor die religiösen Aktivitäten in deutscher Sprache, die Bildungsangebote, die wissenschaftlichen Vorträge, die zahlreichen Workshops und Seminare besonders für jüngere Muslime und die Flüchtlingsarbeit durch den „Helferkreis Münchner Muslime“ dargestellt.

Auf Udes Vorschlag wurden ihm drei stellvertretende Vorsitzende zur Seite gestellt, die die breite Unterstützung durch Münchner Glaubensgemeinschaften deutlich machen: Die evangelische Pfarrerin Jutta Höcht-Stöhr, Leiterin der Evangelischen Stadtakademie, Rabbiner Steven Langnas und Erzpriester Apostolos Malamoussis. Ebenso breit ist das politische Spektrum der Unterstützung: an der Sitzung nahmen u. a. Margarete Bause von den Grünen, Hildebrecht Braun von der FDP, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag Markus Rinderspacher und der frühere Landtagspräsident Alois Glück, CSU teil.

Das Forum und sein Kuratorium werden das Projekt einer Moschee weiterverfolgen, unabhängig von den baulichen Fragen auch das Thema der Imam-Ausbildung. Einstimmig begrüßt wurde die bevorstehende Gründung einer Stiftung.

München, 10.7.2017