Das Museum thematisiert die Geschichte des frühen Islam in Europa und zeigt seine Verbindung bis in die Gegenwart zeitgenössischer Moderne auf. Weiterhin soll in die Zukunft geführt werden – suchend nach neuen Ideen und Perspektiven menschlicher Kultur und Zusammenlebens durch Dialog, Kommunikation und Begegnungen von Künstlern mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund. Dadurch werden Lösungen und Perspektiven überregional und pluralistisch aufgezeigt.

Islam als Kulturreligion ist ein Teil unserer universellen Entwicklung. Aus der Antike – von den ältesten Zivilisationen Mesopotamiens, Ägyptens, über Alt-Griechenland und Rom, schöpften die ersten Muslime die Entdeckungen der Wissenschaft, Philosophie, Kunst, Architektur, Literatur und Musik, und entwickelten sie weiter. Im Mittelalter gelangten über Spanien und Sizilien die neuesten Entwicklungen der damaligen islamischen Kultur nach Europa und wurden von den Europäern weiter geführt. Die europäische Epoche der Renaissance fußt maßgeblich auf dieser Vermittlung. Auch unsere Stadt München lässt ungeahnte Spuren dieses Erbes erkennen.

Im neuen Museum für Islam in München finden regelmäßig Treffen von Künstlern, Konzerte, Filmvorführungen, Ausstellungen und Workshops statt, die zum Ziel haben, neue Perspektiven und Möglichkeiten für die Zukunft zu suchen, Diskussionsabende, Förderung von Kultur und Kommunikation, unabhängig von Abstammung, Religion, Nation oder Rasse.

Das Museum möchte die Aufgabe übernehmen, Kunst und Wissenschaft zu fördern und nach Gemeinsamkeiten und neuen pluralistischen Perspektiven, Lösungen und Ideen zu suchen, was durch interreligiöses und übernationales Denken erreicht werden soll.