MFI Blog

05. Mai 2019 | Theologie

Botschaft zum Ramadan 2019

5. Mai 2019 | Theologie

Der Ramadan ist die Zeit der Selbstdisziplin und der Selbstfindung. Es folgt eine Zeit der inneren Ruhe, dem Versuch vom irdischen Leben Abstand zu gewinnen und sich nur dem einen und barmherzigen Schöpfer zu widmen.

Der Ramadan gibt uns die seltene Chance der Bergung eines Schatzes und die Reinigung des Erzes, sowie die Raffinerierung des Schlamms und des Gerölls, also all dessen, was sich in einem Jahr bei jedem von uns an Ballast angesammelt hat.

In diesem Monat der Reinigung wird ein besonderes Programm zur Erziehung aufgelegt. In allen Religionen ist bekannt, dass eines der Mittel der Erziehung zur Beherrschung des Egos der Hunger ist. Dies ist eine Erziehung zur Selbstüberwindung und zugleich ein Weg zur Bewusstmachung, dass es Menschen gibt, die tagtäglich Hunger erleiden und in diesem Fastenmonat kein Iftar am Abend haben.

„Mit dem Schweren kommt das Leichte”, teilt uns Allah im Koran mit. Eine Erleichterung Allahs im einmonatigen Erziehungsprogramm ist, dass die guten Handlungen dem Gläubigen leicht gemacht und die schlechten Taten ihm erschwert werden.

Allah richtet also alles darauf aus, dass so wenig Hürden wie möglich beim Ramadan-Selbsterziehungsprogramm entstehen. Die Diener Allahs sollen es so leicht wie möglich haben gottesdienstliche Handlunge vorzunehmen, die sie Ihm näher bringen.

Jeder, der diese gesegnete Atmosphäre einmal selbst erlebt hat weiß, dass ihm Erfolg beschieden ist: Der Ramadan schenkt jedem Gläubigen eine ganz neue Persönlichkeit.
Aber dies geschieht nur, wenn die Gläubigen das Fasten nicht als bloßes Hungern und Dürsten verstehen, sondern als ein „an sich Halten” und eine Kontrolle der eigenen Bedürfnisse im ganzheitlichen Sinne.

Den wirklichen Unterschied macht also dieser Monat erst dann, wenn wir ihn nicht nur über uns „ergehen” lassen, sondern wir ihn mit dem Koran, den freiwilligen Gebeten, dem Sahur, den gemeinsamen Iftar-Fastenbrechen erleben. Das abendliche Mahl muss jedoch maßvoll und in tiefer Solidarität mit allen armen und hungernden Menschen eingenommen werden. Das Fasten dient nicht als Abmagerungskur, es entspricht einem göttlichen Gebot. Daher sind Vorwürfe, dass dieses gesundheitsschädlich ist nicht gerechtfertigt. Stillende und menstruierende Frauen, Kinder, Alte, Kranke, Reisende und Schülerinnen und Schüler, vor allem diejenigen die Prüfungen haben, sind von der Fastenpflicht ausgenommen, da die körperliche Fitness eine Voraussetzung für die Begehung der religiösen Pflicht darstellt.

Lassen wir uns inspirieren und durch diesen Monat Frieden in unsere Umgebung ausstrahlen: Lächeln, geduldig sein, Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen und Nachbarn Gutes tun usw. Geben wir die folgende Ramadan-Botschaft an unsere Mitmenschen weiter: Ich halte mich nicht nur beim Essen und Trinken zurück, sondern auch fern von Streit. Und: Ich halte Frieden und verbreite ihn.

In diesem Sinne wird ein Fastender zu einem Friedensbotschafter.

Durch das Erleben des Ramadans werden viele erstaunt bemerken, dass dieser Monat uns nicht nur Allah näher bringt, sondern auch unseren Mitmenschen.

Halten wir also gleich den Ramadan in den ersten Tagen an der Hand, damit er uns zum gewünschten Ziel und in die gewünschte Atmosphäre versetzt.

Im Ramadan wird der Muslim jedes Jahr von Neuem angeleitet, intensiver über den Sinn und die Bedeutung des Lebens und des Jenseits zu reflektieren.

Zu unseren alltäglichen Aufgaben sollte es gehören, den Menschen ein Lächeln zu schenken, Bedürftige materiell und emotional zu helfen, uns mehr Zeit für unsere Gebete zu nehmen und ein paar Minuten am Tag über den Tod und die Tatsache, dass wir zur Rechenschaft gezogen werden, nachzudenken. Wir sollten uns weiterbilden, indem wir mehr lesen und an Gesprächskreisen, Vorträgen und Koranrezitationen teilnehmen.

Beglückwünschen wir uns gegenseitig zu der freudigen und segensreichen Zeit, die wir als Muslime als wunderbares Geschenk erhalten haben.

Ich wünsche, dass dieser Monat für uns Gläubige ein Anlass für ein glückliches Leben wird.

Möge Allah uns befähigen diese Zeit aufs Beste zu verbringen und ihn im wahrsten Sinne des Wortes zu erleben.

Einen gesegneten Ramadan!
Imam Dr. Benjamin Idriz
München Forum für Islam e.V.
Vorsitzender

Allgemein

Das Jahr 2019

Zusammenkommen, miteinander reden und sich austauschen, sich gegenseitig bestärken und versichern, dass die Zeit bald auch wieder heller und wärmer werden wird.

Veranstaltungen

Was kuckst Du?

Das Bellevue de Monaco, die Beratungsstelle before e.V. und das Münchner Forum für Islam haben sich zusammengeschlossen, um den MitmünchnerInnen den Alltag ihrer muslimischen MitbürgerInnen vorzustellen.

MFI Sommerfest 2018

Auch dieses Jahr, ist das MFI Sommerfest eine wunderschöne Gelegenheit gewesen, allen SchülerInnen und dem gesamten Team, für ihr unermüdliches Engagement DANKE zu sagen.

ausARTen Kunstfestival 22.06.2018 – 08.07.2018

2018 steht unser Festival unter dem Motto „Zu Wort kommen“: diverse Perspektiven, Meinungen und Sichtweisen, die sonst in der gesellschaftlichen Debatte zu wenig gehört werden, bekommen hier eine Stimme.

ausARTen

4. ausARTen Festival

Heute in einem Monat geht es wieder los und wir gehen im 70. Jahr des Grundgesetzes der Frage nach: Was ist das neue Deutschland und was bedeutet eigentlich heute „Made in Germany“?

ausARTen Kunstfestival 22.06.2018 – 08.07.2018

2018 steht unser Festival unter dem Motto „Zu Wort kommen“: diverse Perspektiven, Meinungen und Sichtweisen, die sonst in der gesellschaftlichen Debatte zu wenig gehört werden, bekommen hier eine Stimme.

Kritisch Denken

Integration

Besuch des US-Botschafters im MFI

Der US-amerikanische Botschafter John B. Emerson (Berlin) hat am 08.12.2015 zusammen mit Generalkonsulin Jennifer D. Gavito (München) das MFI besucht und sich über das geplante Projekt informiert.

Deklaration Europäischer Muslime

Deklaration Europäischer Muslime: Eine Stellungnahme der europäischen Muslime zu den Anschlägen in New York im September 2001, dem Massaker in Madrid im März 2004 und den Bombenanschlägen in London im Juli 2005.

Integration und Identität

Es ist tatsächlich falsch anzunehmen, dass man um „aufgeklärt“ zu sein, frei von religiösem Empfinden sein müsse, was nicht nur zu einem Mangel an interreligiösem Ver-stehen, sondern auch zur Krise der interkulturellen Kommunikation beigetragen hat.

Interreligiöser Dialog

Kundgebung

WIR wehren uns dagegen, dass der Hass aus anderen Regionen der Welt hierher gebracht werden soll, und arbeiten für ein friedliches Miteinander in Europa, wo wir zuhause sind.

Friedenskette der Religionen

München hat am 02. Februar 2015 mit der sensationellen Aktion der „Lichterkette der Religionen“ wieder Geschichte geschrieben; die Muslime aber auch.

Gratulation

„In unserer modernen Gesellschaft in Deutschland eine Orientierung an den Werten unseres gemeinsamen Gottes vorzuleben, unaufdringlich und ohne erhobenen Zeigefinger, ist, meine ich, ein wertvolles Anliegen, das wir miteinander teilen.“

München

Steh auf gegen Hass und Gewalt

„Es gibt heutzutage weniger Menschlichkeit, als Menschen in der Welt, und diese verlorene Menschlichkeit wiederherstellen, das kann wiederum nur der Mensch“.

Akademie

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Islam und die Frau

Mann und Frau

Ein wesentliches Kriterium für die Verbesserung der Sozialisation der Frau und für ihre gleichberechtigte Aufnahme auch in die hiesige Gesellschaft ist ihre Einbindung in unterschiedlichste Bereiche des öffentlichen Lebens.

Stellung der Frau innerhalb von MFI

MFI setzt sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Frauen haben das Recht am gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben, das Recht zu Lernen und zu Lehren, das Recht auf finanzielle und soziale Unabhängigkeit, das Recht zu wählen und gewählt zu werden, das Recht auf Selbstbestimmung.

Theologie

Deklaration der Imame in München

Dem Frieden gilt der gemeinsame Ruf aller Religionen. Barmherzigkeit ist mit weitem Abstand diejenige Aussage, die uns der Koran am häufigsten über Gott vor Augen hält.

Spenden

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Pressemitteilungen

Der Hass betrifft uns alle – Aufstehen gegen den Hass

Aufstehen gegen den Hass: Mit ihrer Ehrlichkeit, Authentizität, Mut und ihren Worten haben die ReferentInnen und TeilnehmerInnen einen Abend gestaltet, der das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient.

Mahnwache gegen antimuslimischen Terror

Die Trauer über die Opfer jenes schwarzen Tages in Neuseeland ist grenzenlos. In vielerlei Hinsicht. Das Leid der Opfer spüren wir über den ganzen Globus hinweg in unserer Seele.

Islamfeindlicher Terror in Neuseeland

Wann und wo immer unschuldige Menschen sterben, aus blindem Hass von Menschen ohne Menschlichkeit ermordet, dann ist es, wie wenn die ganze Welt vernichtet wird. So lehrt es der Koran, und er unterscheidet dabei nicht zwischen Religionen oder Ethnien.

Share This