MFI Blog

11. Dez 2018 | Allgemein

Interview mit Dr. Benjamin Idriz – Den Menschen im Blick

11. Dez 2018 | Allgemein

Haben Sie Leitbilder oder Glaubenssätze, die sich gegen Rassismus und Diskriminierung richten?

Ich glaube, dass jede Religion Glaubenssätze, religiöse Werte und religiöse Zitate hat, die die Menschen dazu anhalten, nicht rassistisch zu sein und andere Menschen nicht auszugrenzen. Meine Gemeinde, die Gemeinde in Penzberg ist eine sehr, sehr bunte, sehr multinationale, sehr multisprachliche.

Ich als Muslim, als ein Würdenträger, versuche, Werte zu vermitteln: dass wir alle gleich sind vor Gott, dass keiner über anderen stehen darf. Dass keine Sprache und keine „Rasse“ und keine Ethnie und keine Weltanschauung besser ist als eine andere. Als Muslim kann ich mich stolz auf die islamischen Glaubensprinzipien beziehen, indem ich sage, dass der Prophet Mohammed gesagt hat: kein Araber ist besser als ein Nicht-Araber und kein Nicht-Araber ist besser als ein Araber, und kein Schwarzer ist besser als ein Weißer und kein Weißer ist besser als ein Schwarzer, die Menschen sind alle gleich.

Diese Gleichheit, diese Wertschätzung von Menschen, solche Sätze und solche Glaubensprinzipien finden sich Dutzende im Islam. Der Mensch steht im Fokus, und ich versuche diese Glaubenssätze immer wieder in den Fokus zu stellen und die Menschen daran zu erinnern.

Haben Sie einen persönlichen Tipp im Umgang mit Rassismus und Diskriminierung?

Ja, manchmal sind rassistische Äußerungen vielleicht unabsichtlich. Daher brauchen wir Weiterschulungen und Fortbildungen, die klare Beispiele aufzeigen, wie sich ein Mensch unbewusst rassistisch äußern kann. Und daher mein persönlicher Tipp: Offenheit gegenüber allen Menschen.

Ich kann für Muslime sagen, dass wir uns gegenüber der Mehrheitsgesellschaft mehr öffnen müssen, dass wir Begegnungen suchen müssen, dass wir die anderen Kulturen entdecken sollten.

Bei jeder Kultur, bei jeder Sprache, bei jeder Weltanschauung müssen wir einen Schatz suchen. Durch diese Begegnungen und durch diesen Austausch können wir andere wertschätzen. Das ist auch für die Mehrheitsgesellschaft gut, weil wir in Deutschland auch ein Rassismus-Problem haben, weil die Mehrheitsgesellschaft diesen Dialog mit Muslimen nicht genug pflegt, vielleicht auch, weil Muslime nicht offen genug sind.

Aber ich kann für meine Gemeinde sagen, warum es in dieser Gemeinde oder in dieser Stadt weniger Rassismus-Probleme gibt als in anderen Städten: weil hier Offenheit spürbar ist. Und daher ist mein Tipp, offen zu sein, offen zu reden und sich zu begegnen. Das hilft allen.

Allgemein

Veranstaltungen

Hass und Hetze in Heiligen Schriften

In einer Zeit, in der Hass und Hetze unverhohlen zuzunehmen scheinen, nehmen auch religiöse Fundamentalisten bisweilen Bezug auf ihre jeweiligen Heiligen Schriften, um Konfrontation gegen andere zu rechtfertigen.

Podium zur Kommunalwahl

Das MFI – Münchner Forum für Islam e.V. lädt zu einem Podium ein, auf dem VertreterInnen der Parteien zu ihren Positionen zu Themen wie Migration, Integration, Moscheen, Schulen usw. befragt werden.

Integration

Besuch des US-Botschafters im MFI

Der US-amerikanische Botschafter John B. Emerson (Berlin) hat am 08.12.2015 zusammen mit Generalkonsulin Jennifer D. Gavito (München) das MFI besucht und sich über das geplante Projekt informiert.

Deklaration Europäischer Muslime

Deklaration Europäischer Muslime: Eine Stellungnahme der europäischen Muslime zu den Anschlägen in New York im September 2001, dem Massaker in Madrid im März 2004 und den Bombenanschlägen in London im Juli 2005.

Integration und Identität

Es ist tatsächlich falsch anzunehmen, dass man um „aufgeklärt“ zu sein, frei von religiösem Empfinden sein müsse, was nicht nur zu einem Mangel an interreligiösem Ver-stehen, sondern auch zur Krise der interkulturellen Kommunikation beigetragen hat.

Interreligiöser Dialog

Kundgebung

WIR wehren uns dagegen, dass der Hass aus anderen Regionen der Welt hierher gebracht werden soll, und arbeiten für ein friedliches Miteinander in Europa, wo wir zuhause sind.

Friedenskette der Religionen

München hat am 02. Februar 2015 mit der sensationellen Aktion der „Lichterkette der Religionen“ wieder Geschichte geschrieben; die Muslime aber auch.

Gratulation

„In unserer modernen Gesellschaft in Deutschland eine Orientierung an den Werten unseres gemeinsamen Gottes vorzuleben, unaufdringlich und ohne erhobenen Zeigefinger, ist, meine ich, ein wertvolles Anliegen, das wir miteinander teilen.“

ausARTen

4. ausARTen Festival

Heute in einem Monat geht es wieder los und wir gehen im 70. Jahr des Grundgesetzes der Frage nach: Was ist das neue Deutschland und was bedeutet eigentlich heute „Made in Germany“?

ausARTen Kunstfestival 22.06.2018 – 08.07.2018

2018 steht unser Festival unter dem Motto „Zu Wort kommen“: diverse Perspektiven, Meinungen und Sichtweisen, die sonst in der gesellschaftlichen Debatte zu wenig gehört werden, bekommen hier eine Stimme.

Kritisch Denken

München

Steh auf gegen Hass und Gewalt

„Es gibt heutzutage weniger Menschlichkeit, als Menschen in der Welt, und diese verlorene Menschlichkeit wiederherstellen, das kann wiederum nur der Mensch“.

Akademie

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Islam und die Frau

Mann und Frau

Ein wesentliches Kriterium für die Verbesserung der Sozialisation der Frau und für ihre gleichberechtigte Aufnahme auch in die hiesige Gesellschaft ist ihre Einbindung in unterschiedlichste Bereiche des öffentlichen Lebens.

Stellung der Frau innerhalb von MFI

MFI setzt sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Frauen haben das Recht am gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben, das Recht zu Lernen und zu Lehren, das Recht auf finanzielle und soziale Unabhängigkeit, das Recht zu wählen und gewählt zu werden, das Recht auf Selbstbestimmung.

Theologie

Spenden

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Pressemitteilungen

Mahnwache gegen antimuslimischen Terror

Die Trauer über die Opfer jenes schwarzen Tages in Neuseeland ist grenzenlos. In vielerlei Hinsicht. Das Leid der Opfer spüren wir über den ganzen Globus hinweg in unserer Seele.

Islamfeindlicher Terror in Neuseeland

Wann und wo immer unschuldige Menschen sterben, aus blindem Hass von Menschen ohne Menschlichkeit ermordet, dann ist es, wie wenn die ganze Welt vernichtet wird. So lehrt es der Koran, und er unterscheidet dabei nicht zwischen Religionen oder Ethnien.

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